27.11.2008 09:00
Zeitzeugengeschichte.de wird im Feature der Sendung "Mehrspur" des SWR 2, neben anderen Interviews rund um das Thema Erinnerungen und Zeitzeugenschaft vorgestellt und es wurden Inteerviewausschnitte von Werner Bab und Hannah Pick-Goslar verwendet und ein ehemaliger Teilnehmer eines Workshops befragt. Das Feature ist auf dem Dokublog nachhörbar. zum Artikel 
04.10.2008 15:00
Erzählte Erinnerungen aus dem Alltag des Dritten Reichs dokumentiert und konserviert das Webportal zeitzeugengeschichte.de. Jugendliche greifen zu Kamera und Tonband und interviewen Zeitzeugen. Das öffentliche Archiv mit mittlerweile über 400 Dokumenten versteht sich als ein virtueller Lernraum mit einem biografischen Ansatz.
Mit erstaunlich kräftiger Stimme erzählt die 102 Jahre alte Elli Rach von der Machtübernahme in der Reichspogromnacht 1933, die sie in Berlin erlebte. Das Video wurde im März 2008 bei zeitzeugengeschichte.de hochgestellt. Ihre Schilderungen von damals dauern etwa drei Minuten. Ruhig und sachlich berichtet Erwin Schulz, Jahrgang 1912, wie er 1937 im Konzentrationslager Börgermoor ankam. Er beschreibt u. a., wie dort die Häftlinge durch sportliche Züchtigung malträtiert wurden. Sein Interview steht seit Juni 2008 im Netz. Zeitzeugengeschichte. de ist so angelegt, dass die gesamten Schilderungen der Einzelnen in verschiedene Themen unterteilt werden, um sie als Einzelclip zu präsentieren. Diese Clips werden mit einer kurzen Inhaltsangabe und einem Lebenslauf versehen. Durch diese Systematisierung können sie chronologisch, thematisch und nach Personen durchforstet werden. Rund 400 Audio- und Videodateien wurden in den vergangenen zwei Jahren produziert. Jugendliche im Alter zwischen 15 und 20 Jahren zeichnen die Interviews auf und veröffentlichen sie. Ihnen wird bewusst, was Erinnern und erzählte Geschichte ist.
Zuhören und Einordnen Bild- und Tonqualität lassen hin und wieder zu wünschen übrig. Aber darauf kommt es Metaversa, dem Träger und Initiator des Portals, nicht vorrangig an. Der Verein für Medien, Bildung und Kultur will Substanzielles in der Medien- und Demokratiepädagogik auf den Weg bringen.
Die Idee zu zeitzeugengeschichte.de kommt von der Geografin und Medienpädagogin Birgit Marzinka. Sie engagiert sich ehrenamtlich bei Metaversa und leitet das Portal. Für sie zählt zuallererst die pädagogische Absicht: Die Jugendlichen befragen Alte, die damals jung waren. Das ist Geschichte zum Anfassen. Das macht Geschichte für sie erlebbar. Durch die Produktion lernen sie außerdem, kompetent mit Medien umzugehen. Ältere Menschen freuen sich, wenn man sich für ihr Leben interessiert, so Marzinka. Aber sie weiß auch, dass Erinnerung zurecht gebastelt wird. Die Gesprächspartner drücken eine Art Play- und Stop-Taste. Dazwischen spulen sie ab. In der Regel ist der Interviewprozess unkompliziert. Die Alten gestehen den ganz Jungen das Recht zu, Fragen zu stellen. Der zeitliche Abstand hilft, die Emotionalität zu kontrollieren. Zum Schutz der Jugendlichen und zum Selbstschutz werden die schlimmsten Gräueltaten ausgespart. Die große Mehrheit der über 40 Interviews stammen von Opfern. Ein Viertel der Interviewgeber stuft Marzinka als Mitläufer ein. Einer habe sich öffentlich bei einer Präsentation als Täter geoutet, damit sich das nicht wiederholt.
Praxisorientierter Leitfaden
Damit das Archiv weiter ausgebaut werden kann, hat Metaversa einen Leitfaden ins Netz gestellt. Jugendliche, Bildungseinrichtungen, Schulen und Geschichtswerkstätten können eigene Interviews hochstellen und das Webportal mitgestalten. Die Bedienungsanleitung zeigt, wie das geht. Dort sind ein geschichtlicher Überblick, technische Informationen zur Audio- und Videoproduktion und ein ausführliches Kapitel zur Oral History zu finden. Denkt daran, vermerkt der Leitfaden, dass Zeitzeugen einen spezifischen Kontext (Hintergrund) haben, der sich durch das Interview erst erschließt. Das heißt: es gibt Erinnerungen, die Deutungen unterliegen bzw. Erklärungen von Sachverhalten, die bestimmten Einschätzungen und Überzeugungen geschuldet sind.
Lob für Low-Budget-Projekt
Das Low-Budget-Projekt erhielt Mitte 2008 den Grimme Online Award. Die Jury hob damit einen kleinen Anbieter aus der Masse empor, weil er bewiesen hatte, dass er eine hochwertige Plattform interaktiver Wissensvermittlung produzieren kann. Prämiert wurde die Idee, die Redaktion und die Gesamtverantwortung. Birgit Marzinka hat das Portal in einer Masterarbeit für die Universität Rostock evaluiert. Sie weiß, dass Navigation und Struktur des Portals verbessert werden müssen. Die Befragten wünschten sich vor allem mehr Service, d.h. Hinweise darauf, wie das Portal methodisch eingebunden werden kann. Trotzdem ist sie der Auffassung: Das Portal ist für Lehrer und Lehrerinnen besonders attraktiv, da es den Zugang zu einer Fülle von Biografien bereitstellt, an die man sonst nicht so leicht herankommt. Mit der Interaktion und dem offenen Erfahrungsaustausch wird deutlich, dass sich das Internet auch als Medium der Erinnerung eignet, zum Festhalten von Biografien und zum Sammeln von Dokumenten und Geschichten und dem Austausch darüber. Das Internet gibt den hoch betagten Elli Rach und Erwin Schulz und vielen anderen in einem modernen Medium ein Forum, das sie sich mit großer Wahrscheinlichkeit selbst nicht erschlossen hätten.
(Goethe Institut - Ines Gollnik, September 2008) zum Artikel 
08.09.2008 09:00
Am 3. September lief auf Kulturradio des RBB (Rundfunk Berlin Berliner Brandenburg) ein Radiobeitrag von Julia Camerer über das Webportal. zum Artikel 
22.08.2008 08:00
Das Besondere an dem Projekt ist, dass Jugendliche Zeitzeugen begegnen. Die Schüler, die mitmachen, werden größtenteils von uns angesprochen. Wenn sie ohnehin schon politisch interessiert sind, ist es natürlich einfacher. Bevor ein interview stattfinden kann, bekommen die Jugendlichen eine Einführung. Sie müssen sich mit relevanten Fragen auseinandersetzen: Was ist Erinnerung? Was ist das Besondere an Interviews mit Zeitzeugen? Was ist ein solches Interview als historische Quelle? Und das ist etwas anderes als bei anderen Websites, bei uns steckt ein pädagogische Konzept dahinter und wir richten uns nach journalistischen Standards. Wir erstellen gemeinsam den Fragebogen. Die Jugendlichen gehen zwar ohne uns aber nicht unvorbereitet zu den Interviews. Das passiert in Schulklassen ganz häufig. Da kommt ein Zeitzeuge, die Jugendliche wissen nichts über ihn und müssen dann irgendwelche Fragen stellen genau das wollen wir vermeiden. Zum Teil wird das Portal auch im Geschichtsunterrricht genutzt, aber wir können nicht eststellen, in welchem Umfang und wie intensiv. Wir wissen nur, wieviele Downloads wir haben - durchschnittlich 400 am Tag. Wir machen es den Schulen aber leicht, unsere Interviews zum Beispiel in Lernmodulen zu benutzen, sie haben dafür unsere Genehmigung. Wir haben auch Kontakt mit der Berliner Zweigstelle des amerikanischen Projektes der Shoah Foundation, die ebenfalls Zeitzeugeninterviews für die Nachwelt festhalten. Wir sind aber nicht von denen inspiriert, sondern die Idee entstand aus meiner medienpädagogischen Arbeit. Die Jugendlichen fasziniert an unserem Projekt vor allem die Begegnung mit den Zeitzeugen. Geschichte bekommt eine emotionale Ebene und wird zugänglich. In der eigenen Familiengeschichte wird der Nationalsozialismus auch heute noch eher tabuisiert. Für Jugendliche ist dieses Projekt oft die erste Möglichkeit, mit Zeitzeugen zu reden. In unserem Archiv stehen jetzt rund 40 fertige geschnittene Interviews. Wir führen die Interviews in Berlin, das liegt an der Förderung und daran, dass es in Berlin viele Zeitzeugen gibt. Unser Wunsch wäre natürlich, dass wir auch mal nach Polen oder nach Israel fahren können.
(Zeitschrift MediumMagazin, Juli 2008) zum Artikel 
16.06.2008 08:00
hier ist dann auch schon die erste seite, die dieses jahr einen grimme-online-award erhalten hat. dabei handelt es sich um eine seite, die aus interviews mit zeitzeugen besteht. vor allen dingen mit menschen, die das dritte reich miterlebt haben. das besondere an dieser seite ist, dass die interviews schülerInnen geführt haben und sie so bearbeitet haben, dass sie ins internet gestellt werden können.
dort sind sie nachzulesen, zu hören und weitere informationen zu bekommen. dieses projekt erscheint umso wertvoller, je weniger zeitzeugen aus dieser zeit noch leben. letztendlich waren auch die vielen verschiedenen zeitzeugenprojekte mit ein auslöser für die weitere etablierung des biografischen schreibens.
doch besonders sinnvoll finde ich, dass vor allen dingen junge menschen, menschen erleben, die unter ganz anderen lebensbedingungen aufgewachsen sind, vielfältige lebensgeschichten haben und davon erzählen. es ist noch einmal ganz anders ein buch über bestimmte lebensgeschichten zu lesen oder einer leibhaftigen person gegenüberzusitzen und von ihrem leben zu hören. bei solchen kontakten besteht auch immer die möglichkeit nachzufragen und zu diskutieren. sicherlich eine wunderbare ergänzung zum geschichtsunterricht. die homepage ist zu finden unter: http://www.zeitzeugengeschichte.de/
übrigens brachte in diesem zusammenhang die süddeutsche zeitung in ihrer letzten wochenendausgabe ein lange interview mit der schriftstellerin judith kerr, die berühmt wurde durch ihr buch als hitler das rosa kaninchen stahl. das buch ist sehr zu empfehlen, da es die erlebnisse eines mädchens in der zeit des dritten reiches schildert. judith kerr sagte, sie habe das buch auch für ihre kinder geschrieben, damit sie wüssten, was sie erlebt habe. der versuch ist gelungen und auch ein beispiel für biografisches schreiben.
(Weblog Schreibschrift 14. Juni 2008) zum Artikel 
13.06.2008 22:00
Grimme Online Award für die Website Zeitzeugengeschichte.de
Noch leben Menschen mit eigenen Erfahrungen aus der Zeit des Nationalsozialismus. Diese Geschichten zu bewahren, lohnt sich. So erzählt beispielsweise der Tscheche Veroslav Dusek minutiös über seine Festnahme durch die Gestapo, über Deportation und Alltag im KZ. In einem Berliner Oberstufenzentrum erinnert sich der 86-Jährige an die Zeit, als er aus dem Gymnasium in Ostrava heraus verhaftet wurde und eine fünfjährige Odyssee durch mehrere Konzentrationslager begann. Ein Brief an die tschechoslowakische Gesandtschaft in Paris war dem damals 19-Jährigen zum Verhängnis geworden.
Über eine Stunde spricht Dusek, und normalerweise bleiben nach solchen Berichten nur bei den Beteiligten Gefühle und Fakten hängen. Das Gespräch mit Dusek wurde jedoch aufgenommen. Der Videoclip ist auf dem Webportal www. zeitzeugengeschichte.de zu sehen. Seit zwei Jahren produzieren junge Leute mit medienpädagogischer Unterstützung des Vereins Metaversa solche Clips. Die Idee dazu hatte Birgit Marzinka, die das Projekt ehrenamtlich leitet. Das Portal ist ein Low-Budget-Projekt. Trotzdem konnte es im letzten Jahr schon den Dieter-Baacke-Preis der Gesellschaft für Medienpädagogik gewinnen.
Nun überzeugte das Portal auch die Juroren beim renommierten Grimme-Preis. Gestern wurde es in der Kategorie Bildung und Wissen mit einem Online Award ausgezeichnet. Und das trotz namhafter Konkurrenz von Spiegel und WDR. Darüber freut sich Marzinka besonders, denn bei der Nominierung habe sie festgestellt, dass vor allem die großen Anbieter bei den Journalisten gefragt waren. "Für mich hat sich da noch niemand interessiert", sagt sie.
Knapp 400 Audio- und Videodateien sind mittlerweile im Zeitzeugen-Archiv verfügbar. Die Interviews können chronologisch, thematisch oder nach Namen durchsucht werden. Topthemen sind laut Marzinka der Zweite Weltkrieg, die Deportation und die Konzentrationslager. Mehr als 100 Aufrufe und bis zu 200 Downloads pro Tag zeugen vom Interesse an dem Angebot. Die Clips können außerdem für nichtkommerzielle Zwecke zum Beispiel durch Bildungseinrichtungen weiter verwendet werden.
(Berliner Zeitzung, 12. Juni 2008) zum Artikel 
12.06.2008 16:00
Der Grimme Online Award 2008 geht dieses Jahr unter anderem auch an Zwei Seiten die sich mit Aufklärung zum Thema Rechtsradikalismus und Rechtsextremismus beschäftigen.
Preisträger des Grimme Online Award für Idee, Redaktion und Gesamtverantwortung in der Kategorie WISSEN UND BILDUNG wurde die Seite: zeitzeugengeschichte.de
Beschreibung: In fast 40 Zeitzeugen-Interviews dokumentiert das Web-Portal zeitzeugengeschichte.de persönliche Erfahrungen aus der NS-Vergangenheit. Im Rahmen eines angeleiteten Projekts wurden die Interviews per Video und Audio von Jugendlichen aufgezeichnet und zu Themen-Clips für das Internet verarbeitet. So entstand chronologisch, thematisch und nach Personen strukturiert eine einzigartige Dokumentation noch vorhandener Lebenserinnerungen. Weitere interessierte Jugendliche bzw. Jugendgruppen werden zur Beteiligung eingeladen. Eine thematische Ausweitung des Portals ist ebenso geplant wie eine technische Optimierung der Videos.
Diese Seite hat sich zwar nicht explizit den Thema Rechtsradikalismus verschrieben, da diese aber auch Aufklärt über die Tatsächlichen Geschehnisse in der NS Zeit, sollte sie eine Pflichtlektüre für alle NPD Anhänger sein.
Preisträger des Grimme Online Award für Initiative und Autorenschaft in der Kategorie Informationen wurde die Seite: Störungsmelder.
Beschreibung: Wir müssen reden. Über Nazis. Unter diesem Motto reden sie über Nazis die zahlreichen Autoren des ZEIT-Weblogs Störungsmelder. 2007 initiierten das Jugendmagazin ZEIT-Zuender, das Popkultur-Portal INTRO, der Verein Gesicht Zeigen! und die Agentur WE DO gemeinsam mit den Moderatoren Markus Kavka, Ole Tillmann und Klaas Heufer-Umlauf das Online-Projekt gegen Rechtsextremismus. Seitdem wird hier regelmäßig über persönliche Erfahrungen mit Rechtsextremismus, aber auch über politische Strukturen und Hintergründe berichtet. Die hohe Anzahl und die inhaltliche Qualität der Kommentare machen deutlich, dass in diesem Blog ein Thema behandelt wird, über das nach wie vor geredet werden muss.
Insgesamt wurde in der Auszeichnung mal wieder deutlich das auch im Netz der Kamp gegen Rechts weitergeht und das es noch viel zu tun gibt, bis dass die NPD und die Nazis begreifen, dass für Rechtsradikalismus und Rechtsextremismus kein Platz in unserer Gesellschaft ist.
Weblog Kreis Steinfurth gegen Rechts 12. Juni 2008 zum Artikel 
04.06.2008 13:00
Zeitzeugengeschichte bezeichnet sich als Webportal für Zeitzeugeninterviews und ist in der Kategorie Wissen und Bildung beim diesjährigen Grimme-Online-Award nominiert.
Betrieben wird die Webseite von dem Berliner Verein Metaversa. Birgit Marzinka berichtete bei der Präsentation der Nominierten, wie aktiv die Jugendlichen sind, die an diesem Projekt mitwirken. Die Zeitzeugengespräche werden -unter professioneller Anleitung- von Jugendlichen geführt und ihre Aufgabe ist es persönliche Erfahrungen der Interviewpartner in der NS-Vergangenheit zu dokumentieren. Ich glaube, das ist ein wichtiges Projekt und möchte gerne auch Marzinkas Hinweis aufnehmen, dass das Projekt von Spenden lebt und auch auf diese hingewiesen wird. Spannend finde ich den Ort des Geschehens: Berlin. Das ist nunmal einer der geschichtsträchtigsten Orte in Deutschland; hier passt das Projekt wirklich hin. Außerdem: Statt einiger halbsaidener Medienkompetenzprojekte finde ich Angebote wie diese wirklich nützlich. Medienarbeit mit Geschichte (sehr persönlicher dazu) zu verbinden; das ist spannend!
(Dieser Beitrag ist Teil meiner Portrait-Serie der nominierten Webseiten des Grimme-Online-Awards 2008. Zuletzt stellte ich das Projekt weltreligionen vor.)
(2. Juni 2008, Daniel Fienes Weblog) zum Artikel 
29.05.2008 13:00
Bereits seit 8. Mai 2008 stehen die Nominierungen für den 8. Grimme Online Award fest. Aus insgesamt rund 1.900 vorgeschlagenen Internetangeboten wurden 19 Websites für die Endrunde nominiert. Darunter befinden sich im Bereich Wissen und Bildung mit einestages.de und zeitzeugengeschichte.de auch zwei Geschichtsportale. Sie zeigen nach Ansicht der Bewertungskommission, dass sowohl große Online-Medien als auch kleinere Anbieter hochwertige Formen interaktiver Wissenssammlungen produzieren können. Beide Websites machten mit Interaktion und offenem Erfahrungsaustausch deutlich, wie sehr sich das Internet auch als Medium der Erinnerung eignet, zum Festhalten von Biografien, zum Sammeln von Dokumenten der kleinen und großen Geschichte und zum Austausch darüber.
Der Spiegel Online-Ableger einestages.de dürfte wohl hinreichend bekannt sein. Auf dem GeschichtsPuls wurden ja auch schon des Öfteren einige der dortigen Artikelthemen aufgegriffen. Sehr interessant (und mir bislang noch unbekannt gewesen) ist auch das Webportal zeitzeugengeschichte.de. Das offene Archiv bietet Interviews mit Zeitzeugen des Nationalsozialismus, die chronologisch, thematisch oder nach Namen durchsucht werden können. Nach rund zweijähriger Existenz stehen bislang fast 400 Audio- und Videodateien zum Herunterladen bereit. Für die Interviews setzen die Betreiber insbesondere auf Jugendliche, Bildungseinrichtungen, Schulen oder Geschichtswerkstätten. In einem Leitfaden werden den potenziellen Beiträgern Themen wie Interviewtechniken, Oral History, geschichtliche Überblicke, aber auch technische Informationen zur Erstellung von Audio- und Videomaterial und zum Upload erklärt.
Wer das Rennen bei den Grimme Online Award 2008 macht, wird im Rahmen des Medienforums NRW am 11. Juni 2008 in Köln bekannt gegeben.
(GeschichtsPuls 29. Mai 2008) zum Artikel 
15.05.2008 09:00
Seit etwa zwei Jahren gibt es das Webportal für Zeitzeugeninterviews, das aktuell zu den sechs Nominierten der Kategorie Wissen und Bildung für den Grimme Online Award zählt, der im Juni vergeben wird.
Fast 400 Audio- und Videodateien liegen derzeit auf der Seite »www.zeitzeugengeschichte.de« zum Herunterladen bereit. Das offene Archiv bietet Interviews mit Zeitzeugen des Nationalsozialismus, die chronologisch, thematisch oder nach Namen durchsucht werden können.
Das Material kann und soll mit Quellennachweis für nichtkommerzielle Zwecke verwendet werden. Verändert werden darf es jedoch nicht. Gemeinsam mit Jugendlichen werden Beiträge über den Berliner medienpädagogischen Verein Metaversa produziert und auf dem Portal angeboten.
Um Interessierten die Möglichkeit zu geben, Beiträge zu veröffentlichen, werden Hilfestellungen angeboten. So gibt es auf der Seite einen Leitfaden mit technischen Hinweisen. Darüber hinaus bietet Metaversa Workshops zur methodischen Vorbereitung an. Über eine »Clip hinzufügen«-Funktion können eigene Beiträge hochgeladen werden.
»zeitzeugengeschichte.de« ist ein echtes Low-Budget-Projekt. Die Vereinsmitglieder arbeiten ehrenamtlich und produzieren die Clips mit projektabhängig erworbenen Mitteln.
(Neues Deutschland 15.05.2008) zum Artikel 
01.01.2008 09:00
Viele Bildungs- und Aufklärungsprojekte befassen sich mit der Vermittlung der Geschichte des 3. Reichs. Ein pädagogischer Ansatz zielt darauf, dass die jungen Leute sich durch selbständiges Recherchieren einen eigenen Zugang und Wissensstand zu diesem schwer fassbaren Themenfeld erarbeiten. Das selbständig erarbeitete Wissen über die Gräuel und Schrecken der NS-Geschichte soll helfen, rechtsextreme und rassistische Propaganda kritisch zu betrachten und abzulehnen. Diesen bewährten Ansatz verfolgt mit neuen Mitteln das Projekt Zeitzeugengeschichte.de seit Mai 2006. Der medienpädagogische Verein Metaversa startete das Projekt Zeitzeugengeschichte.de mit Workshops für Jugendliche und Erwachsene zur deutschen NS-Vergangenheit. Zunächst erarbeiteten die Teilnehmer einen Interviewleitfaden, recherchierten die detaillierten historischen Hintergründe, besuchten zwanzig Zeitzeugen, führten mit ihnen Interviews und zeichneten sie auf. Anschließend diskutierten sie das Erfahrene. Am Ende standen die ersten kleinen Video- und Audioclips mit den Interviews, in denen die Zeitzeugen von ihren persönlichen Erfahrungen berichten. So lernten die jungen Leute anhand ihrer Forschungsprojekte aus erster Hand die Geschichte kennen. Sie sprachen mit verschiedenen Personen über ihre unterschiedlichen Erlebnisse und entwickelten so ein neues Verständnis für die deutsche NS-Vergangenheit.
Die geführten Interviews werden nicht nur aufgezeichnet, sondern im Internet der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. So können auch andere Menschen an den Schilderungen teilhaben. Bisher waren O-Töne von Zeitzeugen nur gegen Geld zugänglich. Aber ich wollte, dass jeder diese Dokumente einsehen kann und sie nicht in Archiven verstauben, erklärt die Projektleiterin Birgit Marzinka die Idee. Um das Portal lebendig und interaktiv zu gestalten sind Bildungs- und Jugendeinrichtungen eingeladen, ebenfalls Interviews zu führen und auf der Internetseite einzustellen. Ein ausführlicher Leitfaden soll dabei den Einstieg erleichtern. Mittlerweile haben weitere Workshops stattgefunden und die Zahl der Interviews wächst stetig. So ist ein kleines Archiv mit historisch einmaligen Dokumenten entstanden. Die letzten Zeitzeugen sterben, daher ist es wichtig ihre Geschichten zu erhalten und zugänglich zu machen, erläutert Birgit Marzinka die Herausforderung des Projekts.
Und so können nun viele verschiedene Interviews nach Themen, chronologisch oder nach Zeitzeugen sortiert eingesehen werden. Beispielsweise zum KZ in Berlin-Lichterfelde finden sich viele Zeitzeugenberichte in dem digitalen Archiv. Auch die Erfahrungsberichte des ehemaligen Zwangarbeiter Gerard de Ruiter kann man hören und sehen. Tausende Häftlinge, die erzählen über KZ-Leben und dann ist es sowieso über Elend, Hunger und so weiter. Und sowieso gab es das dort hundertprozentig, aber meine Geschichte war doch etwas unterschiedlich, beginnt er seine Ausführungen und trifft damit einen wichtigen Punkt, der die Internetseite so einmalig macht. Die unfassbare Geschichte der Verfolgung und Ermordung der Juden kann hier anhand individueller Einzelschicksale nachvollzogen und auf der Ebene der jeweiligen Alltagserfahrungen nachempfunden werden. Das ermöglicht einen differenzierten und etwas anderen Blick auf die Vergangenheit. Erinnern, Gedenken, Wissen auf einer Ebene, gepaart mit der Förderung der persönlichen Medienkompetenz und dem selbstständigen Handeln, werden bei dem Projekt Zeitzeugengeschichte.de in einem pädagogischen Gesamtkonzept vereint.
Das Internetportal wurde mittlerweile zweimal ausgezeichnet. Ob Birgit Marzinka auch den alex Gemeinsam gegen Rechts! bald in ihren Händen halten kann, werden wir erst am 31. Januar 2008 auf der Preisverleihung im Betsaal des ehemaligen Jüdischen Waisenhauses erfahren. Wir sind gespannt!
(blick nach rechts Dezember 2007) zum Artikel 
15.12.2007 12:00
Das von Metaversa e.V. Verein für Medien Bildung und Kultur aufgebaute Webportal zeitzeugengeschichte.de wurde am 17. November 2007 mit dem ersten Platz des Dieter Baake Preis prämiert. Bei dem Wettbewerb handelt es sich um den wichtigsten medienpädagogischen Preis in Deutschland und er wird von der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für innovative, originelle, mutige oder weitreichende Projekte zur Förderung einer pädagogisch orientierten Medienkompetenz vergeben.
Das Projekt zur Erstellung des Webportals stellt eine gelungene Kombination der kritischen und aktiven Auseinandersetzung mit der themengebundenen aktiven Medienarbeit dar. Es fördert den souveränen Umgangs mit Medien (Vorbereitung, Produktion und Präsentation), Kenntnisse der medialen Bearbeitung von Biographien und den Zugang zu Geschichtswissen.
Projektbeschreibung
Das Webportal zeitzeugengeschichte.de" ist eine Austauschseite für hör- und sehbare Zeitzeugnisse des NS-Regimes und richtet sich an Jugendliche, Erwachsene und Multiplikatoren. Ziel ist es Zeitzeugeninterviews in Form eines öffentlichen und virtuellen Archivs zugänglich zu machen. Die Themenclips können für nichtkommerzielle Zwecke heruntergeladen und verwendet werden (mit einem Quellenverweis). Deren Inhalte dürfen aber nicht verändert werden.
Im Zeitraum von Mai bis Dezember 2006 wurden mit Hilfe von Workshops mit Berliner Jugendlichen im Alter zwischen 16 und 20 Jahren die ersten Beiträge für das Portal angefertigt. In Form von Interviews mit Zeitzeugen wurden Geschichten des Alltags lebendig und in einen geschichtlichen Zusammenhang zum Nationalsozialismus gestellt. Zur Vorbereitung der Interviews beschäftigten sich die Jugendlichen intensiv mit der Geschichte, lernten Interviewtechniken und den Umgang mit Medien kennen. Auf der Grundlage von Oral History interviewten sie anschließend die Zeitzeugen und zeichneten die Gespräche auf Audio- oder Videokassetten auf. Die Zeitzeugeninterviews wurden autorisiert, kategorisiert und teils mit Fotos ergänzt zu Themenclips verarbeitet. Schließlich wurden die ersten 20 Clips selbstständig durch ein CMS System ins Internet hochgeladen, wo sie jetzt den Besucher des Portals zur Verfügung zu stehen. Eine Auswahl kann über den Namen einer Person, nach Chronologie des Interviews oder nach Themenstellungen erfolgen.
Zusätzlich können Jugendliche, Bildungseinrichtungen, Schulen, Geschichtswerkstätten ihre Interviews mit Zeitzeugen hochladen und somit das Webportal lebendig mitgestalten. Um dies zu ermöglichen flossen die Erfahrungen der Projektzeit in einen Leitfaden ein, der per Download das Vorgehen für weitere Beiträge erklärt. Alle Schritte, die getan werden müssen, um ein Zeitzeugeninterview durchzuführen, zu schneiden und in das Portal zu stellen, Themen wie Interviewtechniken, Oral History, geschichtlicher Überblick, aber auch technische Informationen zur Erstellung von Audio- und Videomaterial und dem Upload sind im Leitfaden zu finden.
(Fritz Bauer Institut - Newsletter 32, Frühjahr 2008) zum Artikel 
21.11.2007 09:00
Das Webportal zeitzeugengeschichte.de wurde am 17.11.2007 mit dem ersten Platz des "Dieter Baake Preis" prämiert. Bei dem Wettbewerb handelt es sich um den wichtigsten medienpädagogischen Preis in Deutschland und er wird von der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für innovative, originelle, mutige oder weitreichende Projekte zur Förderung einer pädagogisch orientierten Medienkompetenz vergeben.
Das Webportal "zeitzeugengeschichte.de" ist eine Austauschseite für hör- und sehbare Zeitzeugnisse des NS-Regimes. Ziel ist es Zeitzeugeninterviews in Form eines öffentlichen und virtuellen Archivs zugänglich zu machen. Die Themenclips können für nichtkommerzielle Zwecke heruntergeladen und verwendet werden (mit einem Quellenverweis). Deren Inhalte usw. dürfen aber nicht verändert werden.
Zusätzlich können Jugendliche, Bildungseinrichtungen, Schulen, Geschichtswerkstätten Interviews mit Zeitzeug/innen hochstellen und somit das Webportal lebendig mitgestalten. Um dies zu ermöglichen hat der Metaversa e.V. einen Leitfaden erstellt, der alle Schritte erklärt, die getan werden müssen, um ein Zeitzeugeninterview durchzuführen, zu schneiden und in das Portal zu stellen. Themen wie Interviewtechniken, Oral History, Geschichtlicher Überblick, aber auch technische Informationen zur Erstellung von Audio- und Videomaterial und dem Upload sind im Leitfaden zu finden.
(Berliner Bildungsserver 21.11.2007) zum Artikel 
01.08.2007 11:00
Das Projekt
Jugendliche und junge Erwachsene und ZeitzeugInnen begegnen sich im Interview. Sie bearbeiten die Interviews und produzieren Hörbeiträge und Videoclips. Sie veröffentlichen ihre Beiträge im Internet im Rahmen der Website "Erlebte Geschichte - Lebendig gestalten" (www.zeitzeugengeschichte.de).
Die Idee
Mit dem Projekt "Erlebte Geschichte - Lebendig gestalten" wurde ein Zeitzeugenportal geschaffen, das erzählte Geschichten im Internet festhält und für die Öffentlichkeit zugänglich macht. Jugendliche und junge Erwachsene interviewen ZeitzeugInnen. Die Ergebnisse dieser Begegnung werden im Internet veröffentlicht. Das Internetportal wird zu einer virtuellen Bibliothek erlebter Zeitgeschichte. Interessierte können Beiträge hoch- und runter laden.
(Jugendnetz Berlin Juli 2007) zum Artikel 
20.06.2007 00:00
Der Verein für Medien, Bildung und Kultur Metaversa e. V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, Geschichte lebendig zu gestalten. Seit Mai 2006 wird im Rahmen des Projekts Erlebte Geschichte-lebendig gestalten Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Interessierten die Möglichkeit geben, Video- und Audiointerviews mit NS-Zeitzeugen zu führen und diese anschließend im Internet zu veröffentlichen. Die zwei bis zehnminütigen Themenclips werden mit einer kurzen Inhaltsangabe und einem Lebenslauf versehen und dann aufs Web-Portal gestellt. Die Themenclips dienen keinen kommerziellen Zwecken, sondern sollen allen Interessierten erlebte Geschichte zugänglich machen. Die Intention des Projekts ist es, auf der Grundlage von Alltagserfahrungen, ein Bewusstsein für die Zeit des Nationalsozialismus zu schaffen und anhand von Zeitzeugenberichten die deutsche Geschichte zu reflektieren. Das mündliche Erzählen von Geschichte gibt einen Einblick in historische Zusammenhänge und verdeutlicht ihre Auswirkung auf das Alltagleben der Betroffenen. Neben der Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte sollen die Jugendlichen eine gewisse Medienkompetenz erlangen und selbstständiges Arbeiten lernen.
In einem Leitfaden, der als PDF-Dokument heruntergeladen werden kann, sind alle wichtigen Schritte zur Erstellung eines gelungenen Interviews beschrieben. Die Themen reichen von Interviewtechniken, Oral History und einem geschichtlichen Überblick über technische Informationen wie Erstellung von Audio- und Videomaterial sowie Schnitt bis hin zum Einstellen ins Netz. Die Projektleiterin Birgit Marzinka sieht das Internetportal langfristig als bundesweite Austauschseite für hör- und sehbare Zeitzeugenberichte und die Veröffentlichung der Interviews als Würdigung der Betroffenen.
(Damals Geschichte Online, 20.06.2007) zum Artikel 
11.06.2007 11:00
m Rahmen des Projektes 'Erlebte Geschichte - Lebendig gestalten' haben Jugendliche und Erwachsene aus Berlin das Internetportal www.zeitzeugengeschichte.de mit Inhalt gefüllt. Das Projekt will an die Themen 'Erinnern', 'Gedenken' und an das Wissen um die Zeit des Nationalsozialismus auf der Ebene der Alltagserfahrungen heranführen und durch eine Reflexion der deutschen Geschichte Rechtsextremismus und Rassismus entgegenwirken. Die Jugendlichen und Erwachsenen haben seit Mai 2006 Zeitzeugnisse per Video und Audio aufgenommen, die sie als Themenclips auf der Webseite veröffentlichen.
Zusätzlich können Jugendliche, Bildungseinrichtungen, Schulen, Geschichtswerkstätten und Interessierte Interviews mit Zeitzeug/innen hochladen und somit das Internetportal lebendig mitgestalten. Ein von Metaversa erstellter Leitfaden erklärt die wichtigen Schritte von der Interviewführung bis hin zur Veröffentlichung im Portal.
Verschiedene Themenclips können für nichtkommerzielle Zwecke heruntergeladen und verwendet aber nicht verändert werden.
(Stiftung Digitale Chancen, Juni 2007) zum Artikel 
16.02.2007 11:19
Wie haben die Menschen während des Nationalsozialismus gelebt? Wie stellte sich ihr Alltag dar? Wie erlebten die Menschen die Deportation der Juden? Das alles sind Fragen, auf die ein Zeitzeugenprojekt in Berlin Antworten sucht.
Aufdecken von Alltagsgeschichte
Vor allem solche "alltägliche" Erlebnisse und Begebenheiten sind es, die durch Gespräche mit Zeitzeugen aufgedeckt werden können. Durch den direkten Bezug zur eigenen Umwelt ergibt sich außerdem die Chance, etwas mehr über seine eigene Heimat oder die Generation seiner Groß-und Urgroßeltern zu erfahren. Vor allem die Zeit des Nationalsozialismus ist aus heutiger Sicht interessant, denn noch gibt es Menschen, die diese Epoche deutscher Geschichte miterlebt haben.
Exil-Club zum Artikel 
04.12.2006 12:42
"Oral History", das heißt die mündliche Überlieferung von historischen Ereignissen durch Zeitzeugen, hat sich längst zu einer wichtigen - wenn auch nicht unumstrittenen - Methode der Geschichtswissenschaft entwickelt. Der Verein "Globale Medienwerkstatt" aus Berlin hat mit der Webseite "zeitzeugengeschichte.de" nun ein Internetportal geschaffen, in dem Interviews mit Opfern, Tätern und Betroffenen von Nationalsozialismus und Holocaust online abrufbar sind - und zu dem jeder Nutzer auch eigene Beiträge hinzufügen kann.
("3Sat - Kulturzeit" 4.Dezember 2006)
(Der Verein hat sich im Juni 2007 von Globale Medienwerkstatt zu Metaversa e.V. umbenannt) zum Artikel 
09.11.2006 10:00
Das neue Internetportal www.zeitzeugengeschichte.de wird am 23. November 2006 in Berlin im Anne Frank Zentrum der Öffentlichkeit vorgestellt
Das Portal ist ein Ergebnis des Projektes "Erlebte Geschichte - Lebendig gestalten" und versteht sich als eine Austauschseite für hör- und sehbare Zeitzeugnisse des NS-Regimes.
Seit Mai 2006 haben Jugendliche und Erwachsene aus Berlin die Zeitzeugnisse per Video und Audio aufgenommen. Die produzierten Themenclips können für Bildungs- und Aufklärungsarbeit genutzt werden. Weiterhin sind interessierte Jugendliche, Aktive aus Bildungseinrichtungen und Geschichtswerkstätten eingeladen, ebenfalls Interviews mit ZeitzeugInnen ihres Umfelds auf dem Portal einzustellen und somit an der Gestaltung des neuen Portals mitwirken.
Metaversa e.V. - Verein für Medien, Bildung und Kultur, der das Projekt entwickelt hat, stellt einen Leitfaden zur Verfügung, in dem das notwendige technische Wissen, Interviewtechniken, Infos über die Erstellung von Audio- und Videomaterial und Upload von Dateien erklärt werden.
Ziel des Projektes ist " an das Thema Erinnern, Gedenken und das Wissen um die Zeit des Nationalsozialismus auf der Ebene der Alltagserfahrungen heranzuführen. Durch eine Reflexion der deutschen Geschichte arbeiten wir gegen Rechtsextremismus und Rassismus. Jugendliche und Erwachsene können anhand des Projektes Medienkompetenz erlangen und befähigen Jugendliche zu selbstständigem Handeln. In der Begegnung der Generationen lernen Jugendliche Geschichte konkret kennen. Das mündliche Erzählen individueller Erlebnisse gibt den Jugendlichen einen Einblick in historische Zusammenhänge und darüber, wie sich diese konkret auf das Alltagsleben der damaligen Generationen ausgewirkt haben. Die Zeitzeug/innen finden Kontakt zu Jugendlichen, die ihnen zuhören. Die mündlichen Erzählungen als überlieferte Geschichte finden durch die Veröffentlichung im Internet eine weitere Würdigung.
(OWL Vielfalt, 09.11.2006) zum Artikel 
24.08.2006 01:00
Berlin (ddp). «Die Judenjöre soll verrecken», hört Margit Siebner den Blockwart noch heute rufen. Ihre Erinnerungen sind wach. Erinnerungen an die letzten Kriegsjahre, als sich die Halbjüdin in Berlin vor den Nazis verstecken musste und als Laufmädchen in einer Fabrik Schutz fand. Margit Siebner ist es wichtig, von dieser Zeit zu erzählen. «Man kann die eigene Vergangenheit besser verarbeiten und Probleme zwischen den Generationen lösen», sagt die Zeitzeugin.
Seit zehn Jahren gehört die 74-Jährige der Berliner Zeitzeugenbörse an. Mit ihrer Lebensgeschichte geht sie in Schulen und Universitäten. Dort hört sie immer wieder, dass viele Menschen ihrer Generation die Vergangenheit totschweigen. «Viele haben Schuldgefühle oder Angst, dass alte Wunden aufbrechen», erklärt Margit Siebner. Dabei weiß die noch berufstätige Psychologin aus ihrer eigenen Praxis, wie befreiend und rleichtend der offene Dialog sein kann.
(abacho.de, 24.08.2006) zum Artikel 
11.03.2006 12:42
Im Pankower Jugendclub »JUP« sitzen drei Mädchen konzentriert vor den Computerbildschirmen. Immer wieder sehen sie die Interviews mit zwei alten Damen an, die sie zu thematischen Schnipseln verarbeiten. Die Mädchen sind die ersten Teilnehmerinnen des Projekts »Erlebte Geschichte Lebendig gestalten«, das zum Ziel hat, thematisch geordnete Zeitzeugeninterviews auf Video und Audio für ein stetig wachsendes Internetportal zu erarbeiten.
("Neues Deutschland" vom 3. November 2006) zum Artikel 
27.11.2008 09:00
Zeitzeugengeschichte.de wird im Feature der Sendung "Mehrspur" des SWR 2, neben anderen Interviews rund um das Thema Erinnerungen und Zeitzeugenschaft vorgestellt und es wurden Inteerviewausschnitte von ... zum Artikel 
04.10.2008 15:00
Erzählte Erinnerungen aus dem Alltag des Dritten Reichs dokumentiert und konserviert das Webportal zeitzeugengeschichte.de. Jugendliche greifen zu Kamera und Tonband und interviewen Zeitzeugen. Das ... zum Artikel 
08.09.2008 09:00
Am 3. September lief auf Kulturradio des RBB (Rundfunk Berlin Berliner Brandenburg) ein Radiobeitrag von Julia Camerer über das Webportal. zum Artikel 
